Doch den Anhängern des alternierenden Fastens geht es ohnehin um mehr als den Gewichtsverlust: Insbesondere der Verzicht auf das Abendessen soll das ­Leben nachhaltig verlängern. Steigt man mit leerem Magen ins Bett, werden die Hormone Somatropin und Melatonin vermehrt ausgeschüttet, die den biolo­gischen Alterungsprozess verlangsamen sollen. Den Beweis dafür hat vor einigen Jahren der österreichische Endokrino­loge Professor Johannes Huber erbracht. So zeigten Tierversuche an Mäusen ­tatsächlich lebensverlängernde Wirkungen. Auf Menschen lassen sich die Ergebnisse der Studien aber nicht übertragen.

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Andere alternierende Fastenprogramme kommen im Vergleich zu „10 in 2“ geradezu sanft daher. „Essenspausen“ heißt ein weiteres Buch, das Abnehm­willige gerne kaufen. Der Autor Rolf ­Ehlers preist in diesem Ratgeber die Ernährungsweise an, bei der man zwischen den Mahlzeiten fünf bis sechs Stunden Pause einlegen sollte.

Aus medizinischer Sicht spricht deshalb bei gesunden Erwachsenen wenig gegen das alternierende Fasten. „Ernährungsformen, die mit einer dauerhaften Kalorienreduktion einhergehen, haben günstige Auswirkungen auf die Gesundheit“, bestätigt Andreas Pfeiffer von der Charité Berlin und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Lediglich auf das Immunsystem hat die verminderte Zufuhr von Kalorien einen leicht negativen Effekt. „Menschen, deren Gewicht an der Schwelle zum Untergewicht liegt, sind ein wenig anfälliger für Infekte.“

Frühstück oder Abendessen ausfallen lassen

Zucker, Weißmehl und tierische Fette nur in Maßen genießen

Berlin – Dem Psychologen Bernhard Ludwig ging es jahrzehntelang wie vielen seiner Mitmenschen: Er aß gerne und – wie der Blick auf die Waage offenbarte – zu viel. Sämtliche Diäten blieben erfolglos: Erst nahm er ab, dann noch mehr zu. Seit fünf Jahren jedoch ist er 20 Kilo los, sein Bauchfett und die Blutfettwerte sind reduziert.

Das alternierende Fasten verspricht viel: enorme Gewichtsverluste, verbesserte Blutfettwerte und gute Laune. Geeignet ist die Ernährungsweise mit stundenlangen Essenspausen vor allem für disziplinierte Zeitgenossen, sagen Experten.

„Bislang gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass lange Essenspausen die Fettverbrennung ordentlich ankurbeln und die Pfunde schneller purzeln lassen“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). „Dennoch führen solche Programme oftmals zu einer Gewichtsreduktion, weil sie mit verminderter Kalorienaufnahme einhergehen.“

Puhh, also ganz schön viel Materialien zum Durcharbeiten. Funktioniert das wirklich? Was für einen Effekt haben 1-Tages-Fastenzyklen auf den Körper? Wenn das alles so toll ist, warum hört man davon aus Hollywood noch nicht? Oder benutzen die Promis es schon und halten es nur noch geheim? Ist das die nächste Hype Diät?

Was mich jedoch noch mehr verwundert hat:
Diese Effekte treten allein durch den Wechsel der Fasten- mit den Essphasen auf. Es war ganz egal was man gegessen hat! Dies ist der totale Widerspruch zu allen Diäten, die es auf der Welt gibt (oder habe ich was verpasst?).

Ich bin ein Typ, der gerne Sachen ausprobiert, insbesondere was das Thema Lifestyle und Gesundheit betrifft. Im Sommer 2010 bin ich auf einen Artikel von Dr. Eades gestoßen, der über Lebensverlängerung, Kalorienrestriktion und Intermittent Fasting handelte. Es wurden einige Studien vorgestellt, die beschrieben, welche Auswirkungen periodisches Fasten und Kalorienrestriktion auf Mäuse haben. Vorteile zusammengefasst waren:

Ich habe erfahren, dass man durch Intermittent Fasting kein Gewicht verlieren kann, was für mich nicht unbedingt das große Thema war. Weiterhin hat mich gewundert, dass Intermittent Fasting in Deutschland fast nur in Bodybuilderkreisen Erwähnung findet. Dort wird es hauptsächlich eingesetzt zur Fettreduzierung.

  • Reduzierung von oxidativem Stress
  • Verbesserung der Stressresistenz im Allgemeinen
  • niedrigerer Blutdruck
  • weniger Blutzucker
  • verbesserte Insulinsensitivität
  • geringere Wahrscheinlichkeit für Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen
  • verbesserte kognitive Fähigkeiten
  • Erhöhung des Wachstumsfaktors BDNF, der für das Wachstum der Nervenzellen im Gehirn zuständig ist und Depressionen mindern kann

Genauer gesagt alle 24 Stunden für 24 Stunden. Intermittent Fasting.
Warum? Was soll das bringen? Wie kommt man darauf?

Das sind die typischen Fragen, die ich seit Juni 2010 zu hören bekomme und die Antworten darauf sind gar nicht so einfach.

Und nach knapp einem halben Jahr?
Das werde ich hier berichten. Ich versuche alle 1-2 Wochen einen neuen Beitrag zu schreiben, in dem ich unterschiedliche Aspekte von Intermittent Fasting betrachte (welche Studien gibt es? Wie funktioniert das? Wie fühlt man sich? Was passiert da eigentlic und warum?)
Folgendes kann ich schon mal sagen:

Ich habe mich entschlossen das einfach mal auszuprobieren, ganz nach dem Motto “Probieren geht über Studieren”. Ich habe mir damals sofort einen Plan aufgestellt, wann ich essen kann und wann nicht. Und zwar esse ich hauptsächlich von 9 Uhr bis 9 Uhr am nächsten Tag. Danach von 9 Uhr bis 9 Uhr fasten. Meine Voraussetzung war es, dass ich im Fastenzyklus wenigstens ein gutes Frühstück zu mir nehmen könnte.

Essen mit Unterbrechung. Die Grundlage dieser Ernährungsidee ist das sogenannte alternierende Fasten, also Fasten mit Unterbrechung. Dadurch nimmt man nicht nur weniger Kalorien zu sich, der Körper kann sich auch besser darauf konzentrieren, die Nahrung zu verwerten. Das besondere Zuckerl: An den Esstagen, also den Einser-Tagen, dürfen Sie essen, was Sie wollen, es gibt keine Verbote. Das heißt natürlich nicht, dass Sie alles Ungesunde in sich hineinstopfen sollen. Aber wenn Ihnen nach Schweinsbraten und Topfengolatsche ist, dann ist das auch in Ordnung. Mit der Zeit kommt das Bedürfnis nach gesundem Essen an den Einser-Tagen aber ganz von selber, wie die 35-jährige Michaela Lechner erzählt. Sie lebt seit April 2012 nach dem Konzept von 10in2, hat 8,5 Kilo abgenommen und fühlt sich damit so richtig wohl. „Gerade als Mutter von zwei kleinen Kindern isst man oft irgendeinen Snack zwischen Tür und Angel. Das mache ich überhaupt nicht mehr. Sogar im Urlaub haben die Nullertage super funktioniert“, erzählt die Innsbruckerin.

10in2: Alles erlaubt.

Die Feiertage sind vorbei, und die Jeans spannen. Doch statt sich jetzt kopfüber in die nächste Diät zu stürzen, probiere doch einmal ein ganz neues Ernährungskonzept aus. Der Clou an dem Programm, das sich 10in2 nennt: Es gibt keine Verbote. Du darfst alles essen, was du willst – jeden zweiten Tag. Das heißt: Keine komplizierten Essenspläne und Kalorienrechnereien, Geldersparnis und zusätzliche Freizeit. Zusatzplus: Deine Gedanken drehen sich nicht mehr permanent ums Essen: Was darf ich, was nicht? Soll ich jetzt Eiweiß essen oder doch lieber Kohlenhydrate? Ist da zu viel Fett drin? Die Nicht-Ess-Tage bei 10in2 bieten die Gelegenheit, davon endlich einmal eine Pause zu machen.

Entwickelt hat diese Idee der Seminar-Kabarettist Bernhard Ludwig für sein Programm „Anleitung zum Diätwahnsinn“. Kabarettbesucher probierten das Konzept, seit 2008 tut er es auch, und es gibt eine stetig wachsende Fangemeinde inklusive Facebook-Seite (zu finden unter 10in2 – LustvollLeben). Auch Ärzte wie der Hormonspezialist Prof. Johannes Huber und der Ernährungsmediziner Prof. Kurt Widhalm sind von dem Konzept angetan und geben im Buch ihre Expertenmeinung ab.

Die Diät basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, wie viel man isst, sondern wann man es zu sich nimmt. Denn in der Nacht verarbeitet unser Körper die Nahrung und schüttet Hormone aus. Diese bauen unsere Fettreserven ab. Wird der Körper die ganze Zeit mit Essen versorgt, ist er nur mit Verdauen beschäftigt und lagert die überflüssigen Kalorien als Fett ab, anstatt sie zu verwerten. Je länger der Körper nicht verdauen muss, desto besser können seine Hormone arbeiten. Dadurch funktioniert auch die Zellerneuerung viel besser, was mit einem sehr nachhaltigen Anti-Aging-Effekt verbunden ist. WOMAN hat über ein ähnliches Konzept berichtet, die „Intermittent Diet“. Mit 10in2 wird diese Idee noch weiter geführt.

Essen, was man will, aber nur jeden zweiten Tag – und am anderen dafür gar nichts: Das ist die Formel von 10in2. Diese unkomplizierte Diät kostet nichts und bringt frischen Schwung. In seinem neuen Buch bietet Diät-Erfinder Bernhard Ludwig einen Fahrplan für die ersten drei Wochen mit vielen Tipps für die Umstellung.

Das Konzept ist denkbar einfach: Einen Tag essen (1), einen Tag nichts essen (0). Aus der Abfolge von Einser- und Nuller-Tagen ergibt sich der Name 10in2.

Gerda Moser praktiziert das Konzept seit April 2010. Sie steht in der Lebensmitte, in der viele Frauen aus hormonellen Gründen zunehmen. „Am Anfang haben mich natürlich einige Leute belächelt, aber das ist schon lange vorbei. Bei Einladungen werde ich inzwischen sogar gefragt, was für einen Tag ich denn habe“, erzählt die 51-Jährige. Mit 10in2 hat sie sich bei ihrem Wohlfühlgewicht von 53 kg eingependelt und hervorragende Blutwerte. Das ist auch für Erfinder Bernhard Ludwig der Grund, warum er für sich selbst auf das Konzept schwört: „Ich habe in meinem Leben 500 Kilo ab- und 550 Kilo wieder zugenommen. Ich bin ein klassisches Diätopfer. Als ich die Idee für das Seminar-Kabarett hatte, hatte ich schon ziemlich viel hinter mir. Meine Zuseher haben es ausprobiert und davon berichtet. Irgendwann dachte ich mir: Ich entwickle etwas Wunderbares und probiere es nicht einmal selber aus, das ist doch verrückt. Danach hab ich genau einen Tag gebraucht, um zu wissen, dass ich den Rest meines Lebens nach diesem Konzept leben will.“

Das Fasten ist übrigens gar nicht schwer, bestätigt Martina Kalkgruber, 33: „Einen Tag nichts essen ist für mich viel leichter, als mich die ganze Zeit zu kasteien und zu überlegen, was jetzt erlaubt ist und was nicht. Verbote erzeugen ja nur Druck und machen erst recht Gusto.“ Nach vielen Diät-Versuchen hat die Oberösterreicherin im Sommer mit 10in2 begonnen und in 8 Wochen 5,5 Kilo verloren.